Pergamonmuseum | Berlin | Ali Kaaf. Ich bin Fremder. Zweifach Fremder

01.12.2021 – 20.02.2022

Die Fassade des frühislamischen Kalifenpalastes Mschatta aus Jordanien ist das größte und vielleicht bedeutendste Werk islamisch geprägter Kunst in einem Museum weltweit. 1903 kam diese als diplomatisches Geschenk des osmanischen Sultans nach Berlin, um im folgenden Jahr im damaligen Kaiser-Friedrich-Museum gezeigt zu werden. Im Frühjahr 2022 wird die Fassade in einer öffentlich zugänglichen Schaubaustelle abgebaut, um im sanierten Pergamonmuseum ab 2026 neu präsentiert zu werden.

Bevor es Goodbye Mschatta“ heißt, trifft die Installation „Ich bin Fremder. Zweifach Fremder" von Ali Kaaf mit der Mschatta-Fassade in Dialog. Persönlich wie künstlerisch beschäftigt sich Kaaf mit Fragen der dualen bis pluralen Zugehörigkeit, mit Fragen der Zuordnung und Identität, wie sie auch die kunsthistorische Einordnung von Mschatta prägen. In seiner Installation arbeitet er mit Durch- und Einblicken auf die monumentale Mschatta-Fassade. Kaaf baut ein Spannungsfeld auf, das einen Raum der Ambivalenzen im Dazwischen erschafft, zwischen Fassade und Intervention, Historie und Gegenwart, Bekanntem und Fremdem, Sicht- und Unsichtbarem.

Zeppelin Museum Friedrichshafen | Beziehungsstatus: Offen. Kunst und Literatur am Bodensee

17. Dezember 2021 – 24. April 2022

Vom 19. Jahrhundert bis hin zur Gegenwart wird erstmalig länder- und gattungsübergreifend das wechselseitige Beziehungsgeflecht zwischen Kunst und Literatur am Bodensee untersucht. Die Ausstellung zeigt, wie zahlreiche Künstler*innen und Schriftsteller*innen gemeinsame Projekte realisierten und sich gegenseitig unterstützten. Diese neuen Synergien werden im Kontext der inspirierenden Netzwerke in die Ausstellung eingefügt. Rund 200 Exponate präsentiert das Zeppelin Museum und zeigt neben Werken von Otto Dix und Ernst Ludwig Kirchner auch bisher wenig bekannte Exponate von Künstler*innen, die man überwiegend wegen ihres literarischen Werks kennt: wie die Scherenschnitte von Annette von Droste-Hülshoff oder die Bodensee-Aquarelle von Hermann Hesse.

It’s not about the Money | Manuela Alexejew & Thomas Kausch

Steidl Verlag, November 2021

Die Berliner Kunstsammlerin MANUELA ALEXEJEW erzählt aus ihrem bewegten Leben und bietet einen seltenen Einblick hinter die Kulissen der internationalen Kunstwelt. Der TV-Journalist und Buchautor Thomas Kausch hat anhand zahlreicher sehr persönlicher Interviews mit Manuela Alexejew die Geschichten auf­geschrieben, die sie mit jedem einzelnen der Werke verbindet. So zeichnet das Buch ihr Leben auf überraschende Weise entlang ausgewählter Kunstwerke nach und bietet einen persönlichen Einblick in die Welt internationaler Sammler, die normalerweise verschlossen bleibt.

Alfred Ehrhardt Stiftung | Berlin | Fred Koch. Naturfotografie der 1920/30er Jahre

15. Januar - 24. April 2022, Berlin

Erstmalig präsentiert die Alfred Ehrhardt Stiftung eine wahrliche fotografische Neuentdeckung: Fred Koch (1904-1947) hat als einer der wichtigsten Fotografen der Weimarer Republik zu gelten. Mit seinem frühen Tod in der Kriegsgefangenschaft 1947 geriet er allerdings zunehmend in Vergessenheit. Die tatsächliche kunsthistorische Bedeutung Fred Kochs für die Fotografie der Neuen Sachlichkeit hat die Alfred Ehrhardt Stiftung in Pionierarbeit seit 2004 vorangetrieben und präsentiert die aufwändigen Recherchen und Zuschreibungen nun in einer allerersten Einzelausstellung. Seine neusachlichen Schwarzweißfotografien zeigen vorrangig Detailaufnahmen von Pflanzen und Kristallen, aber auch Eisblumen, Korallen, Conchylien, Insekten sowie Röntgenfotografien.

Pina Bausch Foundation präsentiert neue Website mit Zugang zum Online-Archiv

18. November 2021

Am 18. November 2021 launcht die Pina Bausch Foundation ihre neue Website. Mit ihr werden erstmals Materialien aus dem umfangreichen Pina Bausch Archiv, das allein über 300.000 Fotografien und 9.000 Videos umfasst, online zugänglich. Besucher:innen können anhand von Originalquellen wie Fotos, Filmen, Kostümen und Programmheften in den Kosmos der Choreografin und Tänzerin Pina Bausch (1940 – 2009) eintauchen – von den 1970er Jahren bis heute. Mit der Online-Veröffentlichung geht die Foundation einen entscheidenden Schritt, um das Erbe Pina Bauschs langfristig weltweit verfügbar zu machen.

20 Jahre Alfred Ehrhardt Stiftung | Berlin

2022 feiert die Stiftung ihr 20-jähriges Jubiläum mit einem hochkarätigen Ausstellungsprogramm

20 Jahre Stiftungsarbeit: das bedeutet 70 interne und ebenso viele externe Ausstellungen, 30 Kataloge, 140 Veranstaltungen, jährlich 20.000 Besucher, die Renovierung des Geburtshauses in Triptis, die Freilegung der Deckengemälde in der Klosterkirche Lamspringe, die Inventarisierung von 20.000 Silbergelatineabzügen, 13.000 Negativen und des gesamten Dokumentenarchivs, die Restaurierung von 1000 Glasnegativen und die Digitalisierung von 12 preisgekrönten Experimentalfilmen.

Fred Koch. Naturfotografie der 1920/30er Jahre | 15.01. – 24.04.2022

Herta Müller. Pfadlose Wege. Malerei, Zeichnung, Fotografie | 30.04. - 17.07.2022

naturstrukturabstrakt | 23.07. – 11.09.2022

20 Jahre Alfred Ehrhardt Stiftung. Fotografie, Film, Malerei, Zeichnung | 17.09. – 23.12.2022

Die luxemburger Kunstszene entdecken | Highlights: Luxembourg Art Week | Mudam | Casino| Konschthal Esch

Highlights im November: Luxembourg Art Week, Mudam, Casino, Konschthal Esch

Rund um die siebte Edition der Luxembourg Art Week vom 12. bis 14.11.2021 präsentiert sich die Luxemburger Kunstszene stärker denn je. Das Mudam – Musée d´Art Moderne Grand Duc Jean, das Casino Luxembourg – Forum d´art contemporain und die neu eröffneten Konschthal Esch treten an mit programmatischen Höhepunkten, die sich intensiv mit den Besonderheiten der Luxemburger Kunstszene beschäftigen. Heimat, Identität und Andersartigkeit sind Schlüsselbegriffe in einem Land, in dem aufgrund der geografischen Lage und Geschichte grenzüberschreitende Migration seit jeher eine große Rolle spielt und zum Alltag gehört.

Zentrum für Internationale Lichtkunst | Unna | Faszination Licht

29. Oktober 2021 - 24. April 2022

Anlässlich des Jubiläums lädt Direktor John Jaspers zu einer besonders spektakulären Ausstellung ein, die den Besuchern die „Faszination Licht“ nicht nur rein visuell nahebringt, sondern alle Sinne berührt. Ausgestellt wird die Arbeit Chaos Incarnate der Künstlerin Adela Andea (US), die für ihre ungewöhnlichen, technoiden Leuchtskulpturen bekannt ist sowie Spectrum (Frame Version) von Olivier Ratsi (FR), welche den Besucher mit einer Reihe von 20 LED-Rahmen konfrontiert, die in mathematischer Präzision hintereinander im Raum zu schweben scheinen. Drittes Highlight der Ausstellung ist die audiovisuelle Gemeinschaftsarbeit Plane Scape der vier Künstler‚ Wolf Bittner (DE), Lyndsey Housden (UK), Yoko Seyama (JP) und Jeroen Uyttendaele (BE).

Institut Heidersberger | Wolfsburg | Kraftwerk von Heinrich Heidersberger – eine Bildikone wird 50

September - November 2021

Die ikonografische Fotografie Kraftwerk der Volkswagen AG von 1971 von Heinrich Heidersberger wird 50. Das Jubiläum ist Anlass, um das Werk eines der interessantesten deutschen Fotografen (wieder) zu entdecken, der mit seinem eleganten, kontrastreichen Stil eine eigene Foto-Sprache entwickelte. Bekanntheit erlangte Heidersberger mit der Architekturfotografie, darüber hinaus arbeitete er u.a. für den Stern und verwob zeitlebens surrealistische Einflüsse in seinen Arbeiten.

In einer Vielzahl von Veranstaltungen nimmt das Institut Heidersberger u.a. gemeinsam mit dem Kunstmuseum Wolfsburg, der Städtischen Galerie, der Autostadt Wolfsburg sowie Lentos Kunstmuseum Linz das Foto aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick.

Akademie der Künste | Berlin | NOTHINGTOSEENESS - Leere/Weiß/Stille

15. September - 12. Dezember 2021

Das weite Bedeutungsspektrum der Farbe Weiß, der Leere und der Stille in den bildenden Künsten und die damit verknüpfte Differenz zwischen Materialität und Immateriellem stehen im Zentrum der Ausstellung „NOTHINGTOSEENESS“. Gezeigt werden zahlreiche Arbeiten internationaler Künstler*innen, die seit den 1950/60er-Jahren und kontinuierlich bis zur Gegenwart eine kritische und prozessbasierte künstlerische Haltung verkörpern. Ausgangspunkt ist die „Frage des Sehens (...), des visuellen Nicht-Ausrutschens“ (John Cage, 1961). Neben Farbe, Material, Leere und Stille werden in der Ausstellung sowie im Begleitprogramm Bezüge zum Schweigen, zur Narration in Literatur, Performance, Musik und Architektur hergestellt.

Konschthal Esch | Eröffnung mit Gregor Schneider's „Ego-Tunnel"

Gregor Schneider "Ego-Tunnel" | 2. Oktober '21 – 9. Januar '22

Mit Ego-Tunnel von Gregor Schneider eröffnete am 2. Oktober 2021 der neue „Contemporary Art Space“ Konschthal Esch in Luxemburg. Schneider verwandelt die ihm zur Verfügung gestellten, entkernten Räume des ehemaligen Möbelhauses in einen aufwendig gestalteten Parcours: BesucherInnen können auf mehreren Etagen in einer Abfolge von 20 Räumen Schlüsselwerke aus Schneiders künstlerischem Gesamtwerk erkunden. Zu entdecken sind rund 100 Werke, darunter Filme, Fotografien und Skulpturen des für seine radikal-immersiven „Räume“ bekannten deutschen Künstlers. Die Eröffnungsausstellung Ego-Tunnel ist ein programmatisches Statement, das die Konschthal Esch als Ort der permanenten Transformation positioniert.

Noch zu sehen bis 9. Januar 2022.

Museo Sa Bassa Blanca | Alcúdia | Mallorca

Alcúdia, Mallorca

Im Norden Mallorcas bei Alcúdia, eingebettet in ein Naturschutzgebiet mit direkter Lage am Meer, liegt das Museo Sa Bassa Blanca. Seit 2016 als Kulturerbe der Balearischen Inseln anerkannt, ist das Anwesen das Domizil der 1993 gegründeten Yannick und Ben Jakober Stiftung und das Lebenswerk des Künstler- und Sammlerehepaares. Für die Besucher*innen hält es eindrucksvolle Überraschungen und Entdeckungen bereit. Als Gesamtkunstwerk vereint es Kunst, Architektur und Natur aus verschiedenen Epochen und Weltregionen.

Alfred Ehrhardt Stiftung | Berlin | Knut Wolfgang Maron - Bilder über Landschaften. SX-70 Polaroids 1978-2021

18. September - 23. Dezember 2021

Die Einzelausstellung „Die reine These. Polaroids 1979-2021“ versammelt über 100 Werke von Knut Wolfgang Maron in der Alfred Erhardt Stiftung. Die Polaroids widmen sich der Landschaftsfotografie, dabei ist Marons Blick auf die Natur von ökologischen Fragen geprägt. Durch seine Farbskala werden die Besucher*innen in eine andere Welt versetzt - die Natur wirkt wie von innen heraus erleuchtet. Die warmen Tönungen und ruhigen Kompositionen sind das Markenzeichen des Künstlers. Maron war ein Rebell des Blickes - er entschied sich 1979 für die Polaroid-Fotografie, welche eine subjektive Interpretation der Betrachter*innen erfordert.