transmediale 2023 | a model, a map, a fiction | Akademie der Künste

1. Februar 2023 – 5. Februar 2023

Über vier Tage und wieder mit Publikum kehrt transmediale zu ihrem einzigartigen Festivalmodus zurück: Unter dem Titel a model, a map, a fiction wird sich die Akademie der Künste in einen Raum für Diskussionen, Workshops, Ausstellungen, Performances und Filme verwandeln. Durch die Kombination von theoretischem Diskurs, vielfältigen Gesprächsformaten und künstlerischen Interventionen verhandelt transmediale 2023 die Auswirkungen des postdigitalen Zeitalters auf unser Leben und wie die Skalierbarkeit der Technologie die Bedingungen für unsere Beziehungen und Gefühle, für demokratische Prozesse und Infrastrukturen bestimmt.

transmediale 2023 | Out of Scale | Berlin - stadtweit

26. Januar - 26. Februar 2023

Parallel zum Festival präsentiert transmediale Out of Scale, eine Ausstellung mit verschiedenen Sammelpunkten in der Stadt – auf dem Tempelhofer Feld, im transmediale warehouse, in Spätis und U-Bahn Stationen – sowie eingebettet in digitale Infrastrukturen wie eBay Kleinanzeigen. Out of Scale hinterfragt optimierte Bildversionen der Stadt, die durch algorithmische Prozesse erzeugt und über Netzwerke und Plattformen skaliert werden. Mehr als zwanzig internationale und in Berlin ansässige Künstler:innen fordern die Abhängigkeit von der technologischen Organisation unseres urbanen Lebens heraus.

Tiemann-Preis in Höhe von 50.000 Euro wird erstmals 2023 vergeben

Open Call: 01.02. - 30.04.2023

Der erste Preis für Museen und Kunstinstitutionen zum Ankauf zeitgenössischer Malerei.

Die Ingeborg und Dr. H. Jürgen Tiemann-Stiftung verleiht 2023 erstmals den mit 50.000 Euro dotierten Tiemann-Preis für Malerei. Der Preis wendet sich direkt an Museen und Kunstinstitutionen, die über eine eigene Sammlung zeitgenössischer Kunst verfügen. Der ab diesem Jahr jährlich bundesweit ausgeschriebene Preis ermöglicht mit dem Ankauf eines Werks oder einer Werkgruppe aus dem Bereich Malerei die jeweilige Sammlung zu erweitern. Mit dem Tiemann-Preis wird ein neuer Preis ins Leben gerufen, der künstlerische Positionen, die auf dem Gebiet der Malerei herausragen und Wesentliches zum aktuellen Kunstdiskurs beitragen, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Museum Tinguely | Basel | À bruit secret. Das Hören in der Kunst

22. Februar - 14. Mai 2023

À bruit secret. Das Hören in der Kunst ist die vierte von fünf Themenausstellungen im Museum Tinguely, die sich auf experimentelle Art und Weise in die Welt der menschlichen Sinne begibt. Bei dieser vierten Ausstellung steht der auditive Sinn im Zentrum, der beim multisensorischen Erleben von Kunst eine wichtige Rolle spielt. Geboten wird eine Vielfalt von kunsthistorischen, immersiven sowie interaktiven Begegnungen mit Klangwelten. Sowohl historische als auch speziell für diese Ausstellung realisierte Arbeiten von rund 25 internationalen Kunstschaffenden animieren das Publikum zum genauen Hinhören und eröffnen dabei auch akustische Erfahrungen, die für das menschliche Ohr normalerweise verborgen bleiben.

Franz Erhard Walther Foundation | Fulda | VILLA

Fulda hat mit der VILLA einen Ort erhalten, der sich dem experimentellen Frühwerk Franz Erhard Walthers widmet und seine ungebrochene Aktualität und Relevanz zeigt

Die Franz Erhard Walther Foundation und die Stadt Fulda präsentieren in der VILLA Walthers Werk dauerhaft in seiner Heimatstadt. Auch im Stadtraum Fuldas sind bedeutende Arbeiten von FEW zu entdecken, die Bezug auf die Stadtgeschichte nehmen.

Ausgehend von dem Konvolut der Sammlung Seng, die 2019 als Teil-Schenkung an die Franz Erhard Walther Foundation übergeben wurde, präsentiert die VILLA wechselnde Werkpräsentationen. VILLA ist ein „unabgeschlossener Raum“, in dem sich das Werk in neuen Konstellationen aktualisiert. Ab Herbst 2023 werden weitere Ausstellungsprojekte stattfinden, in denen Walthers Arbeiten in Dialog mit Arbeiten von Lygia Clark oder Jimmy Robert treten, sowie die Ausstellung GELB, die Walther 1964 geplant, aber nie realisiert hat.

Museum Küppersmühle | Duisburg | E. W. Nay. Retrospektive

24. März - 06. August 2023

Das MKM präsentiert den deutschen Maler Ernst Wilhelm Nay erstmals in seiner Museumsgeschichte in einer Einzelausstellung, die Nays breites Schaffen vorstellt. Seine kraftvollen, dynamischen Bilder gelten als Brücke zwischen der Kunst vor und nach dem zweiten Weltkrieg, zwischen Expressionismus, Abstraktion und einer freien gestischen Malerei nach 1945 und zwischen deutscher und internationaler Moderne.

Die Ausstellung konzentriert sich auf Malerei und versammelt rund 65 Gemälde, die die Etappen von Nays facettenreichem Schaffen vorstellen. Beginnend beim Spätwerk führt die Retrospektive rückwärts chronologisch in die stilistisch und inhaltlich unterschiedlichen Werkphasen ein. Die Gemälde Nays faszinieren mit intensiver Farbigkeit, kraftvollem Pinselstrich und dynamisch-flächigen Formen.

Alfred Ehrhardt Stiftung | Gregor Sailer: The Polar Silk Road

14. Januar 2023 - 2. April 2023

Gregor Sailer (*1980 in Österreich), bekannt für seine komplexen Langzeitprojekte, hat sich in den letzten vier Jahren intensiv mit der Arktis beschäftig. Bei Temperaturen bis zu -55 °C hat er in Kanada, Norwegen, Grönland und Island analoge Fotografien gemacht. In seiner neuen Werkserie The Polar Silk Road befasst sich Sailer mit den klimatischen Veränderungen der arktischen Regionen und ihrer wirtschaftlichen Nutzung sowie den territorialen Ansprüchen der Anrainerstaaten.

Zeppelin Museum Friedrichshafen | Fetisch Zukunft. Utopien der dritten Dimension

16. Dezember 2022 - 16. April 2023

Das Zeppelin Museum stellt in der transdisziplinären Ausstellung Fetisch Zukunft. Utopien der dritten Dimension Visionen und Ideen der letzten 120 Jahre vor. Technische und gesellschaftspolitische Utopien treten in den Dialog mit künstlerischen Positionen. Die Ausstellung untersucht, wie Technik- und Gesellschaftsutopien ineinandergreifen und setzt historisch bei den Luftschiffen an. Ergänzt wird sie durch 15 künstlerische Arbeiten von der Aerocene Foundation und Tomás Saraceno, Nuotama Frances Bodomo, Andreas Feininger, Alexandra Daisy Ginsberg, Alexander Kluge, Marie Lienhard, Jacolby Satterwhite, Timur Si-Qin, Anton Vidokle und Aby Warburg.

Albertina | Wien | Ruth Baumgarte Africa: Visions of Light and Color

8. Dezember 2022 - 5. März 2023

Mit der deutschen Malerin Ruth Baumgarte (1923 – 2013) präsentiert die ALBERTINA eine herausragende Künstlerinnenposition des 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt der Schau Ruth Baumgarte Africa: Visions of Light and Color in der Pfeilerhalle steht eine kuratierte Auswahl Ruth Baumgartes umfassenden Werkkorpus, dem Reisen der Künstlerin in afrikanische Länder wie Ägypten, Südafrika, Kenia, Tansania, Uganda, Äthiopien, Sudan und Simbabwe zugrunde liegen.

In die monografische Präsentation der Künstlerin werden Werke des südafrikanischen Künstlers Athi-Patra Ruga (*1984) eingeflochten, der den diesjährigen Preis der Ruth Baumgarte Stiftung in der Nachfolge von Kunstschaffenden wie William Kentridge, Michael Armitage, Nan Goldin, Mona Hatoum u.a. erhält.

Bonnefanten Museum | Maastricht | Hrair Sarkissian: The Other Side of Silence

29. November 2022 - 14. Mai 2023

Mit Hrair Sarkissian: The Other Side of Silence präsentiert das Bonnefantenmuseum die erste Retrospektive eines der führenden konzeptuellen Fotografen der Gegenwart in den Niederlanden.

Der syrisch-armenische Künstler Hrair Sarkissian (*1973, Damaskus) ist für seine lebensgroßen Fotografien bekannt, in denen er die Wunden von Konflikten und Krieg freilegt. Die Ausstellung bietet die umfangreichste Präsentation vieler der bedeutendsten Werke des Künstlers, die seit 2006 entstanden sind, darunter die persönliche Auseinandersetzung mit seinem armenischen Erbe in In Between (2006). In seiner konzeptuellen Fotografie erkundet Sarkissian, wie historische Momente kontrovers und auf sehr unterschiedliche Art und Weise erzählt, verbreitet und überliefert werden.

Zentrum für Internationale Lichtkunst | Unna | HYPERsculptures mit Christine Sciulli | Squidsoup | Julius Stahl | Philip Vermeulen | Giny Vos

4. November 2022 – 30. April 2023

Das „Hyper“ im Titel der Ausstellung „HYPERsculptures“ umfasst eine Vielzahl von Bedeutungsebenen. Neben der außergewöhnlichen Größe der Kunstwerke bezieht sich „hyper“ auch auf die neuesten, innovativen Multimedia Technologien, derer sich die ausstellenden Künstler:innen für ihre Lichtskulpturen bedienen.

Die Ausstellung zeigt große Lichtskulpturen, die allesamt ein intensives Eintauchen in die Kunst ermöglichen. Die Auflösung der Distanz zwischen Betrachter:in und dem Kunstwerk ist das gemeinsame, leuchtende Band aller „HYPERsculptures“. In Unna kann man erleben, wie Licht wirkt, die Wahrnehmung lenkt und Räume vollkommen neu definiert. Jedes Werk der Ausstellung wird einen Raum von 20 x 6 Metern in Anspruch nehmen und den Besucher:innen unvergessliche und nachhaltig beeindruckende Erfahrungen ermöglichen.

Kunstmuseum Liechtenstein | Candida Höfer. Liechtenstein

30. September 2022 - 10. April 2023

Candida Höfer hat eine neue Werkserie in Liechtenstein geschaffen. Sie ist Ausgangs- und Mittelpunkt der ersten gemeinsam konzipierten Ausstellung des Kunstmuseum Liechtenstein und der Hilti Art Foundation. Die 20 Fotografien umfassende Motivgruppe hat Höfer im Herbst/Winter 2021 eigens für die Schau aufgenommen. Sie spiegelt die anhaltende Auseinandersetzung der Künstlerin mit Schauplätzen des kulturellen Lebens und der Architektur wider.

Als erste Ausstellung überhaupt wird sich Candida Höfer.Liechtenstein über alle vier Oberlichtsäle des Kunstmuseums und die drei Ausstellungsräume der Hilti Art Foundation erstrecken. Im Zusammenspiel mit 60 ausgewählten Werken von der klassischen Moderne bis zur Gegenwart entspinnt sich ein wechselseitig bereichernder Dialog zwischen Candida Höfers Fotografien und den Sammlungen beider Institutionen.

Bonnefanten Museum | Maastricht | Werner Mantz: The Perfect Eye

25. September 2022 - 26. Februar 2023

Das Bonnefantenmuseum in Maastricht präsentiert 40 Jahre nach dem Tod von Werner Mantz (*1901 in Köln – †1983 in Maastricht) die erste Retrospektive des Topfotografens überhaupt.

Mantz gilt weltweit als einer der bedeutendsten Architekturfotografen der Strömung des Neuen Bauens und seine Arbeiten wurden in zahlreichen Architekturzeitschriften veröffentlicht. Mit der Ausstellung „The Perfect Eye“ zeigt das Bonnefantenmuseum überzeugend, warum das Werk von Mantz (auch) zum Kanon der niederländischen Fotografie gehört und präsentiert erstmals sein Gesamtwerk. Durch seine Bildsprache, die Verwendung von natürlichem Licht und sein fachliches Können nimmt er in der Geschichte der Fotografie eine einzigartige Position ein; Mantz hatte das perfekte Auge.

Museo Sa Bassa Blanca | Alcúdia | Mallorca

Alcúdia, Mallorca

Im Norden Mallorcas bei Alcúdia, eingebettet in ein Naturschutzgebiet mit direkter Lage am Meer, liegt das Museo Sa Bassa Blanca. Seit 2016 als Kulturerbe der Balearischen Inseln anerkannt, ist das Anwesen das Domizil der 1993 gegründeten Yannick und Ben Jakober Stiftung und das Lebenswerk des Künstler- und Sammlerehepaares. Für die Besucher*innen hält es eindrucksvolle Überraschungen und Entdeckungen bereit. Als Gesamtkunstwerk vereint es Kunst, Architektur und Natur aus verschiedenen Epochen und Weltregionen.